Aufgeklärt: Urheberrecht – Teil 2

Als Ergänzung zu meinem Beitrag „Aufgeklärt: Urheberrecht“ möchte ich am heutigen Welttag des Urheberrechts auf unseren Kaperbrief zum Urheberrecht (PDF) hinweisen. In dieser Piratenzeitung erklären Piraten, warum und wie wir das Urheberrecht ändern wollen.

Die Einleitung im Kaperbrief sagt schon vieles (lizenziert unter CC-BY-SA):

Der uralte Traum, „alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen“, wird im Grundsatzprogramm der Piratenpartei als eine Zielvorstellung formuliert. Das kollektive Kulturgut oder die Wissensallmende, aus der wir alle schöpfen, wird derzeit durch internationale Abkommen und nationale Urheberrechtsreformen massiv angegriffen. Nicht mehr die Urheber, Autoren, Künstler und Kreativen sind in der Praxis Nutznießer der Vermarktung von schöpferischen Werken, sondern überwiegend Verlage, Medienkonzerne und sonstige Werkmittler, die im Besitz der Nutzungsrechte sind.

Rechtsbegründung und gesellschaftliche Wirklichkeit klaffen in eklatanter Weise auseinander, etwa wenn Musiker ihre Werke nicht parallel über das Internet vertreiben dürfen, Wissenschaftler ihre Erkenntnisse der Fachöffentlichkeit vorenthalten müssen und Verlage automatisch und rückwirkend das Verwertungsrecht für die elektronische Publikation erhalten.

Uns ist bewusst, dass Reformen des ungemein komplizierten Urheberrechts nicht allein mit einem Parteiprogramm oder einer Gesetzesänderung angestoßen und durchgesetzt werden können. Vielmehr stehen wir vor einer möglicherweise Jahrzehnte dauernden Diskussion, die mit allen Beteiligten geführt werden muss, um wieder den Urhebern und Nutzern zu ihren Rechten zu verhelfen. Den Anfang können wir alle tun, indem wir uns informieren, überkommene Denkmuster kritisch überprüfen und zu einem neuen Problembewusstsein kommen. In dieser Ausgabe des Kaperbriefs sprechen wir einige Aspekte der aktuellen Diskussion um das Urheberrecht an.

Außerdem sei auf einen Videobeitrag im Morgenmagazin hingewiesen, in dem Bruno Kramm unsere Sichtweise erläutert.

-> Video wurde aus YouTUbe entfernt.

Quelle Video: ARD, auf YouTube


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